Eine aufregende Reise nach Kopenhagen

 
Unsere spannende Reise im Herbst 2017 begann in Hamburg. Das 4**** Ameron Hotel in der Speicherstadt hat erst 2014 eröffnet und liegt direkt am Fleet. Die Zimmer bieten eine herrliche Aussicht über die historische Speicherstadt. 
Bei einer Hotelführung vom gastronomischen Leiter haben wir auf freundliche Art und Weise viel Hintergrundwissen erfahren. Über die „Seufzerbrücke“ gelangt man zum Restaurant & Bar Cantinetta, welches auch von der Allgemeinheit und nicht nur von Hotelgästen genutzt wird. Das Frühstück kann ich voll empfehlen. Es ist reichhaltig, frisch und absolut köstlich. Früher war in diesen Räumlichkeiten die Kaffeebörse, die neben Hamburg nur in Rio und New York existierte. Das Thema Kaffee hat dadurch eine ganz besondere Bedeutung für das Hotel. Auf Qualität wird hier besonders viel Wert gelegt. Dies merkt man auch am Umgang der Mitarbeiter gegenüber den Gästen. Man wird stets freundlich gegrüßt und fühlt sich rundum wohl. Nicht gefallen hat uns lediglich, dass vom Personal nach dem Anklopfen sofort das Zimmer betreten wurde, ohne eine Antwort von uns abzuwarten. Man möchte schließlich keine böse Überraschung erleben, wenn man gerade in der großen Badewanne entspannt, gerade weil das Bad keine Tür hat.
Für noch mehr Entspannung sorgt das Vitality Spa mit Ruheraum, einer Finnische Sauna und einem Sanarium. Sportlich betätigen kann man sich im Fitnessraum auf der 7. Etage, von dem man einen herrlichen Ausblick über die Dächer der Stadt hat. Das gemütliche Hotel Ameron, in dem wird wunderbar schlafen konnten, verließen wir am dritten Tag in Richtung der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Die circa fünfstündige Reise mit der Deutschen Bahn erfolgte zwischen Puttgarden und Rødby mit einer Scandlines Fähre, was eine nette Abwechslung war.
Unser Kopenhagener Hotel Østerport, welches etwas abseits der Innenstadt liegt, war das krasse Gegenteil vom Ameron und unser Luxus somit Geschichte. Die direkte Lage am stark befahrenen Bahnhof Østerport war uns bei der Buchung bekannt und auch so gewollt. Es ist immer ein Vorteil, wenn die Bahn-/Busstation fußläufig schnell zu erreichen ist. Unser Zimmer lag direkt an den Gleisen. Bei der Ankunft wurde uns durch den Rezeptionisten angeboten, auf ein ruhigeres Zimmer auf der anderen Hotelseite zu wechseln. Dies wäre für umgerechnet 20 Euro pro Nacht möglich, die Zimmerkategorie sei aber die selbe. Die meisten Deutschen wären den Lärmpegel betreffend zu sensibel. Wir empfanden es als Frechheit, dass man uns zu unserer Zufriedenheit nicht direkt und kommentarlos sofort das ruhigere Zimmer gegeben hatte. Die Kapazitäten waren ja offensichtlich frei und die Kategorie gebucht. Das man noch Profit daraus schlagen wollte, war wirklich unangemessen. Im Endeffekt war der Lärm aber dann doch das geringere Übel. Die Einnahmen aus den Übernachtungen schienen nicht in die Instandhaltung der Zimmer zu fließen. Die Fotos möchte ich euch ersparen. Denkt dabei beispielsweise an einen versifften Duschvorhang, der beim Waschen an eurem Körper klebt. Die extrem kleine und durchgelegene Matratze hat uns jede Nacht Rückenschmerzen bereitet, mit denen wir noch heute zu kämpfen haben. Das Hotel Østerport ist dahingehend eine große Mogelpackung. Schaut euch nur die schicke, gläserne Front an, die nach hinten raus in einem Desaster endet.
Zum Glück haben wir im Hotel Østerport nicht besonders viel Zeit verbracht. In Kopenhagen gibt es viel zu entdecken und wir waren ständig unterwegs. Mit der Kopenhagen Card kann man im vorher festgelegten Zeitraum kostenlos mit Bus, Hafenbus, Bahn und Metro fahren. Außerdem ermöglicht sie freien Eintritt für 79 Museen und Attraktionen und bietet weitere Vergünstigungen. Wir entschieden uns dennoch gegen sie und stattdessen für den City Pass, welcher deutlich günstiger ist. Die Verkehrsmittel konnten wir damit ebenfalls rund um die Uhr nutzen. Da dies unser erster Kopenhagen Besuch war, waren wir sicher, dass wir unsere Zeit auch mit kostenlosen Attraktionen ausfüllen konnten. Und so war es auch, mit Ausnahme des Tivoli Parks. Für den nächsten und womöglich intensiveren Besuch der Stadt können wir uns die praktische Kopenhagen Card aber dennoch gut vorstellen. Zusätzlich haben wir auch die Ambition Kopenhagen beim nächsten mal per Rad zu erkunden, da alle Straßen mit sicheren Fahrradspuren ausgestattet sind. Im Grunde ist die Stadt auch gar nicht so groß. Trotzdem ist es natürlich komfortabler, wenn man nicht die ganze Zeit auf seinen eigenen Beinen stehen muss. Aber auch fußläufig kommt man gut voran.
An unserem ersten Abend sind wir zu kleinen Meerjungfrau gewandert. Die kleine Bronzefigur ist das Wahrzeichen Kopenhagens und ein begehrtes Fotomodell. Eine ebenso bekannte Sehenswürdigkeit ist der zentrale Nyhavn. An beiden Seiten reihen sich bunte Häuser, die als Restaurans und Cafés genutzt werden und somit ein beliebter Anlaufpunkt sind. Nicht weit entfernt befindet sich das Schloss Amalienborg. Auf dem Schlossplatz findet täglich um 12 Uhr die öffentliche Wachablösung der Leibgarde statt – sofern die königliche Familie zugegen ist. Was bei einem Besuch Kopenhagens ebenfalls nicht fehlen sollte, ist ein Gang durch die Freistadt Christiania. Hierbei handelt es sich um eine alternative Wohnsiedlung mit einer autonomen Gemeinde, die sogar ihre eigene Währung besitzt. Berühmt ist Christiania für seine Pusher Street, ein rechtsfreier Raum, in dem ein reger Cannabishandel stattfindet. Auf dem nicht weit entfernten Street Food Market gibt es abwechslungesreiche Speisen zu fairen Preisen. Am anderen Ende der Stadt befindet sich der Botanische Garten, dessen Parkanlage gerade jetzt im Herbst ihre bunten Facetten zeigt. Dieser bildete den Abschluss unserer Erkundungstour durch Kopenhagen.
Während unseres Aufenthalts in Kopenhagen spielten zufällig Sunrise Avenue im Beta Club. Dies stellte ich fest, nachdem unsere Reise längst gebucht war. Mit Glück habe ich noch Karten bekommen. Das Konzert vor nur 188 Zuschauern war binnen einer Minute ausverkauft. Es war die kleinste Location mit der winzigsten Bühne, auf der die Band in dieser Zusammensetzung gespielt hat. Die Atmosphäre war einmalig, sehr intim, ein bisschen back to the roots. Natürlich wurde es extrem heiß, aber das störte gar nicht. Der Sound war einfach großartig. Wir hatten mehr Akustik erwartet, aber da die ganze Band spielte, war es doch rockiger als angenommen. Mit nur 70 Minuten war das Release Konzert zum Album „Heartbreak Century“ letztlich doch sehr kurz, aber es war trotzdem unbeschreiblich schön.
Am Tag unserer Rückreise blieb zwischen dem Auschecken des Hotels und der Abfahrt mit der Bahn noch ein Zeitraum von drei Stunden frei. Wir entschieden uns, den Tivoli Vergnügungspark aufzusuchen, da er genau gegenüber des Bahnhofes liegt. Der Park bietet zahlreiche Attraktionen, die vor allem Kindern Spaß machen. Die Anlage war aber so schön im Halloween-Look dekoriert, dass auch wir Erwachsenen viel zu sehen und zu bestaunen hatten. Tivoli ist wirklich ein toller, nostalgischer Freizeitpark, mitten in der Stadt. Da wir bereits vom Sturm Herwart gehört hatten, machten wir uns anschließend mit einem schlechten Gefühl auf den Weg in das Reisecenter des Bahnhofs. Wir bekamen die Nachricht, dass keine Züge nach Deutschland verkehrten. Gestrandet sind wir letzten Endes auf Fehmarn und kamen dort im Hotel Dania unter. Die Regionalbahn brachte uns am nächsten Morgen sicher nach Hause. Eine sehr abwechslungsreiche, aber doch schöne Reise hat nun sein Ende gefunden. Beim nächsten Mal darf es gerne wieder ruhiger zugehen. 
Da die gesetzliche Lage hinsichtlich der Kennzeichnungspflicht von Werbung so schwammig ist, hier noch ein kurzer Disclaimer, obwohl es sich nicht im entferntesten um Werbung handelt. In meinem Reisebericht nenne ich verschiedene Markennamen und gebe meine Meinung dazu wieder. Hierbei handelt es sich nicht um Kooperationen. Anmerken möchte ich, dass der Aufenthalt im Hamburger Ameron Hotel ein Geschenk von Leysieffer für meinen Bericht über die Leysieffer Premium Kapselmaschine war.

16 Comments

  • Anja 1. November 2017 at 17:38

    Hallo 🙂 Meeeeeega Bilder die sofort Lust auf Erholung machen <3 Für mich wäre aber auch der Vergnügungspark was, in diesem war ich nämlich noch nicht…aber auch das Spa hört sich klasse an <3 Liebe Grüße

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  • Ando 1. November 2017 at 17:47

    OH ich bin gerade etwas neidisch. Ich war im April in Kopenhagen und der Tivoli war wegen Renovierung geschlossen, ich wäre da so gerne rein. Deine Bilder sagen mir also ganz klar, dass ich bald wieder hinfahren sollte um das nachzuholen. Denn ansonsten habe ich echt alles von der Stadt gesehen 🙂 Deine Bilder sorgen echt für Fernweh bei mir 🙂

    Liebe Grüße Anni von http://hydrogenperoxid.net

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  • Bea 1. November 2017 at 17:48

    Toller Beitrag. Ich liebe Kopenhagen. Fahre auch gern mit den Kindern hin.
    Liebe Grüße, Bea

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  • Jasmin Bitzer 1. November 2017 at 18:11

    Was für ein tolles Hotel. Ich war leider noch nie in Kopenhagen. Sehr schöner Bericht ich muss auch mal diese Stadt besuchen.

    LG Jasmin

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  • Ina 1. November 2017 at 18:14

    Schöne Bilder! Ja Kopenhagen ist immer eine Reise wert, ich mag den Tivoli jetzt nicht so, da hat ein Besuch gereicht. Aber Kopenhagen hat ja noch soviel mehr zu bieten.

    LG aus Norwegen
    Ina

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  • Noah 1. November 2017 at 18:18

    Oh wow, dort schaut es ja wundervoll aus! 🙂
    Kopenhagen steht auf jeden fall auch noch auf meiner Liste!

    Ganz liebe Grüße,
    Noah von https://noahjoels.wordpress.com/

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  • Kristina Felker 1. November 2017 at 18:35

    Schade, dass es im Hotel in Kopenhagen nicht so schön war. Keiner möchte in eine Dusche mit dreckigem Vorhang steigen. Aber schön, dass ihr trotz aller Strapazen einen schönen Urlaub hattet. Und nun endlich heil zu Hause angekommen seid.

    LG
    Kristina

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  • Wir auf Reise 1. November 2017 at 18:59

    Sehr toller Bericht. Gut zu wissen, in welches Hotel wir nicht gehen werden, wenn wir dann mal nach Kopenhagen reisen. 🙂 Das Hotel in Hamburg hat sich ja super angehört! Vielen Dank für die tollen Tipps.
    LG
    Charnette

    Reply
  • Sam Cadosch 1. November 2017 at 22:31

    Danke für diesen Blogpost! Das muss ich wohl unbedingt mal in echt sehen 😀

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  • ROSIE 2. November 2017 at 08:51

    Kopenhagen soll wirklich toll sein, dass höre ich in letzter Zeit immer öfter.
    Vielleicht wird es an der Zeit mich selber überzeugen zu lassen. Deine Bilder laden zumindest schonmal dazu ein haha.

    LG, Rosie

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  • Sincerely Svenja 2. November 2017 at 09:15

    Toller Beitrag, hört sich nach einer super Reise an die ihr gemacht habt. Hamburg lieb ich ja, ist ne super schöne Stadt. Kopenhagen war ich leider noch nie, sieht aber meeega schön aus!

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  • Nicole Minnie 2. November 2017 at 12:34

    Oh wie schön. Ein toller Einblick. Für mich auf jeden Fall eine Stadt, die ich unbedingt sehen mag.

    Alles liebe

    Reply
  • Nicoletta 2. November 2017 at 13:06

    Liebe Kathi,

    vielen Dank für deine wunderbare Bilderreise. Da kann man wirklich drin versinken und zu träumen beginnen.

    Lustig finde ich, dass es auch in Kopenhagen eine Seufzerbrücke gibt. Hat die den selben Hintergrund wie die Seufzerbrücke in Venedig?

    Liebe Grüße, Nicoletta

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  • Petra Helene 2. November 2017 at 16:47

    Das sind aber sehr tolle Fotos geworden und auch dein Bericht liest sich wundervoll, lg von Petra Helene

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  • Sigrid Braun 2. November 2017 at 20:03

    Ich war leider noch nie in Kopenhagen würde aber zu gerne mal in den Tivoli Park. Ein interessanter Bericht und ganz tolle Bilder.
    Liebe Grüße
    Sigrid

    Reply
  • Anonym 2. November 2017 at 20:57

    Liebe Kathi,

    ich war auch vor ein paar Wochen in Kopenhagen und total verliebt in diese Stadt <3! Sooo schön … nachdem bei mir noch alles so "lebendig" ist habe ich mich mit deinen Fotos gleich in meine eigene Reise zurückversetzt gefühlt. Mein Hotel in Kopenhagen war auch nicht so toll obwohl es sogar ein 4 Stern Hotel war … kann deine Erlebnisse gut nachvollziehen.

    Liebe Grüße
    Verena von http://www.avaganza.com

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